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Nachhaltiger Tourismus in Brasilien


Beim Stichwort Brasilien denken die meisten Touristen zuerst an Samba, Karneval, Traumstrände und eine lebensfrohe Kultur. Aber auch Ökoreisen in Brasilien werden für Urlauber immer interessanter. Denn Brasilien verfügt mittlerweile über eine gute Infrastruktur, die es ermögicht, auch abgelegene Ziele bequem zu erreichen. Wer Brasilien besucht, kann Dschungel, Wüsten, die Regenwälder und endlose Palmenstrände sehen, und die Lebenslust und Kultur der Brasilianer kennenlernen. Küstenstädte wie Rio de Janeiro, Salvador, Recife oder Fortalzea eignen die sich gut als Ausgangspunkte für Individual- und Abenteur-Reisen. Zudem lässt sich eine Reise nach Brasilien leicht in Südamerika Rundreisen integrieren. Mit Ausnahme von Chile und Equador grenzt Brasilien and jedes andere Land in Südamerika (Argentinien, Uruguay, Paraguay, Bolivien, Peru, Kolumbien, Venezuela und die 3 Guyanas) und lädt zu interessanten Abstechern ein.

Eines der beliebtesten Reiseziele für nachhaltigen Tourismus in Brasilien ist der Bundesstaat Minas Gerais. Im 18. Jahrundert war für seine Goldvorkommen bekannt und erlangte durch sie Ruhm und Wohlstand, was sich noch heute in der Barock-Architektur historischer Städte wie Ouro Preto und Diamantina, beide ein Teil des Weltkulturerbes der UNESCO, bemerkbar macht. Die Zugangsstraßen zu dieser Region sind heute gut ausgebaut, organisierte Reisen bieten eine Mischung aus Kultur, Trekking, Canyoning und Gold schürfen und machen alternativen Urlaub in Brasilien zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Auf seinen über 1000 Kilomtern tropischer Strände beitet der Bundesstaat Bahia diverse Möglichkeiten für alternativen Urlaub. Ein beliebtes Ziel zum Tauchen und Whalewatching (Begegnungen mit Buckelwalen) ist der Parque Marinho de Abrolhos vor der Südküste Bahias. Whalewatching gilt als unterstützenswerte Aktivität, da es alternative Einnahmenuellen für die lokale Bevölkerung generiert. Seit Ende der 1980er Jahre werden Buckelwale in brasilianischen Gewässern konsequent geschützt und seit etwa einem Jahrzehnt kehren die Wale wieder vermehrt vor Bahias Küsten gesichtet. Seit 2001 wird Whalewatching auch in Praia do Forte, einer Hochburg des nahhaltigen Tourismus und Sitz eines Projektes zum Schutz von Meeresschildkröten an der Nordküste Bahias, angeboten. Zur Paarungszeit der Buckewale zwischen Juli und September nähern sich die Meeressäuger der Küste oft bis auf wenige hundert Meter, so dass sie sogar vom Strand aus gesichtet werden können. Als ein weiteres Highlight gilt die Gegend zwischen Itacaré und Ilhéus, die den Weltrekord für Artenvielfalt bei Bäumen hält - über 400 verschiedene Spezies wurden hier auf nur einem Hektar Land gezählt. Lange Wanderungen and leeren Stränden und durch Restbestände atlantischen Regenwaldes stehen hier ebenso auf dem Programm wie Kanzfahrten zu entlegenen Wasserfällen.

Hauptziel des nachhaltigen Tourismus in Brasilien ist natürlich der Regenwald des Amazonas. Urlauber können mit Booten bis zu entlegenen Stellen vordringen und dabei die einmalige Flora und Fauna erleben. Wer hier in eine, kredenzierten Öortourismusprojekt übernachtet, unterstützt die lokale Bevölkerung und lernt gleichzeitig mehr über deren Kultur und Lebensumstände. Auch die Touristenhochburgen in Brasilien können mit Naturreservaten aufwarten. Weniger aktive Urlauber haben hier die Möglichkeit, sich aktiv am sanften Tourismus zu beteiligen, zum Beispiel mit Buchung eines Biohotels oder einer Öko-Ferienwohnung. Denn damit wird sowohl die Wirtschaft angekurbelt als auch Arbeitsplätze geschaffen.